Presseartikel und Mediendownloads über die Baobab Family



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5.4.2008 Titelstory im Münchner Samstagsblatt



„Neue Wege gehen"

Hilfe zur Selbsthilfe: Das „Baobab Family "-Projekt hilft Menschen in Kenia

 

Seit mehr als 20 Jahren ver­breitet sich auf der Welt ei­ne Krankheit, deren Name inzwischen zu einem Syn­onym für unendliches menschliches Leid wurde: AIDS. Inzwischen tragen nach Angaben des Bundes­ministeriums für wirtschaft­liche Zusammenarbeit mehr als 40 Millionen Menschen das HI-Virus in sich, das die Immunschwäche auslöst. Fast 95 Prozent der Betrof­fenen leben in Entwick­lungsländern, davon mehr als ein Viertel allein in Afrika südlich der Sahara. In eini­gen Ländern ist etwa ein Drittel der Erwachsenen infiziert. Die Pandemie bedroht mittlerweile die Existenz ganzer Gesellschaften, zahl­reiche Kinder werden zu AIDS-Waisen und leben auf der Straße. Sie gehen weder zur Schule, noch haben sie später eine Chance auf ei­nen Beruf.Fortsetzung auf Seite 6

Acht Jahre ist es her, dass An­dreas Triebel in München den Grundstein für das Baobab Family"-Projekt gelegt hat - mit dem Ziel, den Straßenkindern in Kenia zu helfen. 

International tätig

Namensgeber für das Projekt war der Affenbrotbaum, Afrikas sagenumwobener Lebensbaum, der während kurzer Regenzei­ten Wasser für Dürreperioden sammelt und zudem den Men­schen Nahrung, Baustoff, Klei­dung, Medizin und Schutz bie­tet. Der Baobab wächst lang­sam, wurzelt aber fest und hat die Kraft, lange Trockenzeiten zu überdauern. Im Projekt steht der Baum sinnbildlich für das Gedeihen einer Vision, dauer­hafte und wirksame Entwick­lungshilfe zu leisten. Ziel des Vereins ist es, die Baobab Famjly" langfristig in ein sich selbst tragendes System zu füh­ren. Unser Grundsatz war von Anfang an Hilfe zur Selbsthilfe", erzählt Andrea Kern. Die 24-Jähirige betreut zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Claudia die Ortsgruppe in München. Alle anfallenden Vereinsarbeiten werden ausschließlich von eh­renamtlichen Helfern erledigt. ,Das Gute ist, dass wir sehr ei­genständig arbeiten und kon­krete Dinge ins Rollen bringen können." Der Verein ist in den Hetzten acht Jahren stark ge­wachsen. Was in München an­fing, hat mittlerweile eine internationale Dimension erreicht. Erstes Projekt des Vereins war ein Kinderhaus in Mikindani, einem kleinen Ort in der Nähe der kenianischen Hafenstadt Mombasa. Baubeginn war 2001, ein Jahr später wurde das Erdgeschoss fertiggestellt. In dem Waisenhausprojekt leben nur Jungen, insgesamt 33. In Kenia können Kinderheime entweder nur Mädchen oder nur Jungen aufnehmen. Dies ist gesetzlich vorgegeben. Das Haus in Mikin­dani ist noch nicht ausgelastet. Insgesamt könnten 50 Jungen beherbergt werden. Aufgrund unserer finanziellen Situation können wir momentan nicht mehr Buben aufnehmen", be­tont Claudia Kern, die wie ihre Schwester Pädagogik studiert. Wir könnten sonst die einzelne Versorgung nicht mehr gewähr­leisten." Mehrere kenianische Mitarbeiter kümmern sich vor Ort darum, die Kinder in die Ge­meinschaft zu integrieren. An­fang   2006   wurde   der  erste Stock fertiggestellt - nach lan­gem hin und her mit den kenia­nischen Behörden. Die Bauko­sten konnten dank vieler Aktio­nen in Deutschland aufgebracht werden. Jedes Stockwerk ist mit sanitären Anlagen ausge­stattet und verfügt über eine Gemeinschaftsküche. Zur Was­serversorgung sind vier Tanks installiert, die auch die geplan­ten weiteren Stockwerke mit fließendem Wasser versorgen werden.

 „Aktive Unterstützung für HIV-Infizierte "

Neben Straßenkindern werden in Mikindani auch allein erzie­hende Mütter und HIV-Kranke unterstützt.   Hierfür gründete der Verein eigens eine Produkti­on. Anfangs wurden aus alten Dosen Öllampen und Gießkan­nen hergestellt. Mittlerweile hat sich das Angebot auf 15 Artikel - zum Beispiel Schmuck, Kunst­handwerk, afrikanische Zahn­bürsten - erweitert. Die Produk­te werden dann in Deutschland an Baobab-Infoständen und auf Benefizkonzerten verkauft. So trägt der Verein zur Sicherung des Arbeitsplatzes und des Le­bensunterhaltes der aidsinfi­zierten Menschen und der be­teiligten Straßenmütter bei. Die Dringlichkeit der Lage - auch in Mikindani und Umgebung - hat den Verein außerdem dazu ver­anlasst, ein eigenes Baobab Family"-HIV-Präventions- und Hilfe-Projekt ins Leben zurufen. Die Mitarbeiter setzen sich aus gesunden und HlV-infizierten Menschen zusammen, die durch ihr eigenes Schicksal und die damit verbundenen Erfah­rungen viel nachhaltiger mit die­ser Problematik umgehen kön­nen", sagt Claudia Kern. Durch ihre Anstellung leisten wir zu­dem aktive Unterstützung für HlV-Infizierte." Rund zwei Millio­nen Kenianer sind mit dem HI-Virus infiziert. Nach Angaben von UNICEF haben bereits 300000 Kinder in Kenia durch Aids einen Elternteil oder beide verloren. Mit der Kampagne will der Verein den Betroffenen Mut im Umgang mit ihrer schwieri­gen Situation geben und sie darüber hinaus finanziell absi­chern. Der Fokus liegt insbe­sondere darauf, präventive Ak­tionen in Slums, Schulen und an anderen öffentlichen Orten durchzuführen und damit wich­tige Aufklärungsarbeit zu lei­sten.

Paten und Sponsoren gesucht

Für die Deckung der monatli­chen Kosten sucht der Verein Mitglieder, Paten und Sponso­ren. Patenschaften können sowohl für Kinder als auch für Pro­jekte übernommen werden", betont Andrea Kern. Auf ein Kind kommen bei uns je drei Pa­ten, die pro Person 30 Euro im Monat zahlen. Nur so ist die Versorgung des Kindes gewähr­leistet. Nach unseren Erfahrun­gen ist es nicht möglich, mit nur 20 Euro ein Kind zu versorgen." Zudem können die Paten Kon­takt zu den Kindern aufnehmen: Das ist gerade für die Kinder sehr wichtig, da die meisten kei­ne Familie mehr haben", sagt Andrea Kern.

Und noch ein weiteres Projekt ist geplant: Das Baobab FamiIy"-Village in Homa Bay am Vic­toriasee. Dort ist demnächst Baubeginn", erzählt Andrea Kern. Schirmherr ist Daniel Porsche, ohne dessen Hilfe das Ganze nicht so schnell hätte realisiert werden können." Ge­plant ist anfänglich ein Kinder­dorf für Mädchen, die im vom HI-Virus schwer betroffenen Westen Kenias ihre Eltern verlo­ren haben. Das Village soll sich so schnell wie möglich selbst tragen", so Andrea Kern. Das Land ist sehr fruchtbar, so dass es möglich ist Landwirtschaft zu betreiben." Der erste Bauab­schnitt umfasst die Errichtung eines Haupt- sowie drei Schlafhäuser für jeweils zehn Kinder. Nach und nach sollen, ähnlich wie in Mikindani, ein HIV-Aufklärungs- und Hilfeprogramm verbunden mit einer zweiten Baobab Family"-Produktion für afrikanisches Kunsthandwerk entstehen. Auch in Homa Bay ist es angedacht, Straßenmüt­ter zu integrieren.“

Hilfsorganisationen zahlen Schmiergeld"

Die Hilfsorganisation legt größ­ten Wert darauf, alle Planungen, Entscheidungen und Investitio­nen sowohl für die Beteiligten in Kenia als auch für die Mitglieder in Deutschland transparent zumachen. Wir haben nur knapp fünf Prozent Verwaltungsausga­ben", sagt Andrea Kern. Zu­dem können täglich im Internet sowohl   alle   Buchführungsvor­gänge    als    auch    die    Kon­toführung eingesehen werden. Wir versuchen, gerade was die Transparenz betrifft, neue Wege  neue Wege zu gehen." Große Probleme be­reitet  die   Korruption.  Andrea Kern: Viele Hilfsorganisationen zahlen vor Ort Schmiergeld, um die unterschiedlichen Vorgänge oder   Entscheidungen   zu   be­schleunigen.  Das machen wir nicht. Daher dauern die Dinge bei uns zum Teil länger." Die Arbeits- und Verwaltungs­struktur des Vereins sollte von Anfang an möglichst unkompli­ziert gehalten werden. So ent­stand die Idee eines virtuellen Büros", das es in Form des Ba­obab Family"-Forums seit zwei Jahren im Internet gibt. Dort kann jeder aktiv werden und in den unterschiedlichen Arbeits­gruppen - von Fundraising über Redaktion, Marketing und Wegadministration bis hin zu verschiedenen Events - aktiv werden. Wir sind immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern", so Claudia Kern. Zum Beispiel brauchen wir immer wieder Leute für Überset­zungen. Das kann ja gerade für Schüler, aber auch für Senioren, sehr interessant sein." Wer die "Baobab Family" unter­stützen möchte, bekommt wei­tere  Informationen  unter sowie   per   email: akern(at)baobab-family-project.org.       Spendenkonto: Baobab Family e.V., Bank für Sozialwirtschaft,     Konto-Num­mer 8896400, BLZ: 70020500. Informationen     im     Internet: <//a>.Simonewww.baobabfamily.org Bauer

 

Kronberger Bote - 19.12.2007



Verein zur Entwicklungshilfe in Kenia schlägt Wurzeln in Kronberg

Kronberg (kb) - Die Burgstadt ist seit Kur­zem fester Vereinssitz der „Baobab Family", einem gemeinnützigen Verein, der effektive und transparente Entwicklungszusammenar­beit in Kenia betreibt. Der Initiator und Ver­einsvorsitzende der Baobab Family, Andreas Triebel, der seit 2003 iß Kronberg lebt und arbeitet, kehrte gerade von einer Keniareise zurück, auf der er den aktuellen Stand des Projektes vor Ort in Augenschein nahm. Die Baobab Family betreibt in Kenia in der Nähe Mombasas ein Kinderhaus für obdach­lose Waisen, gibt ihnen eine neue Familie, Bildung und eine nachhaltige Betreuung. Sie betreut darüber hinaus HIV infizierte Men­schen, bildet sie aus und beschäftigt sie in der Baobab Family Produktion, wodurch sie sich einen stabilen Lebensunterhalt sichern kön­nen. Auch verschiedene von AIDS betroffene kenianische Familien werden von der Baobab Family mit Kleinkrediten, Lebensmitteln und Medikamenten unterstützt. Des Weiteren kümmert sich der Verein um aktive AIDS-Aufklärungsarbeit in Schulen, in den Slums und auf öffentlichen Plätzen des Landes. Das neueste Projekt des Vereins ist das Baobab Family Village, das im Westen Kenias am Viktoriasee entstehen soll. Dort sollen auf rund 30.000 Quadratmetern verwaiste Mäd­chen ein Zuhause finden. „Das Grundstück wurde von einem pensionierten kenianischen Lehrer kostenlos zur Verfügung gestellt und bietet die Möglichkeit, auf dem sehr frucht­baren Land einen Großteil der in Zukunft be­nötigten Lebensmittel selbst zu erzeugen", schwärmt Andreas Triebel. Schirmherr der Baobab Family Villages ist Daniell Porsche, ein Urenkel des Automobilkonstrukteurs Fer­dinand Porsche, der den Baubeginn Anfang nächsten Jahres erst ermöglichte. Auch dort soll eine Aufklärungskampagne ins Leben gerufen werden, und HlV-infizierte Kenianer sollen im Baobab Family Village Hilfe zur Selbsthilfe erfahren, indem ihnen Arbeits­plätze in der Landwirtschaft, in der Textilverarbeitung und bei der Erzeugung kunsthand­werklicher Erzeugnisse eine Lebensgrundla­ge geben. Von Deutschland aus kann das Pro­jekt beispielsweise durch Kinder-Patenschaf­ten und Sponsoring für die agrarwirtschaftliche Grundausstattung des Dorfes unterstützt werden. Seit der Verein im Jahr 2001 gegrün­det wurde, legt er äußersten Wert auf Trans­parenz. „Jede Einnahme und jede Ausgabe der Baobab Family kann auf ihrer Webseite von Mitgliedern und Paten durch die voll­ständige und täglich aktualisierte Darstellung der Vereinskontoführung nachvollzogen wer­den", sagt Triebel. Diese Art der Transparenz gehe Hand in Hand mit der antikorrupten Haltung des Projekts in Kenia, sodass Schmiergelder nicht in dunklen Kanälen ver­schwinden könnten.

Außerdem steht die Baobab Family dafür, dass Spenden ganz bestimmt dort ankom­men, wofür sie gedacht sind. Die geringen Verwaltungskosten des Vereins belaufen sich nach Angaben des Vorsitzenden jährlich auf zirka. 5 Prozent. Dies sei nur möglich, da die gesamte Arbeit auf deutscher Seite von eh­renamtlichen Helfern abgewickelt wird, die in einem großen virtuellen Büro in Form ei­nes Forums auf der Vereins-Webseite www.baobabfamily.org agieren. .Jeder kann sich dort einbringen", ermuntert Triebel die Kronberger mitzumachen. „Neben vielen jungen Menschen werden mehr und mehr auch erfahrene Senioren aktiv."                      

 

Main Echo - Aschaffenburger Anzeiger - 18.08.2007



(...... )Gute Neuigkeiten von seinem Projekt »Baobab Family« (Affenbrotbaum-Familie) in Kenia -ebenfalls auf deren Internetseite nachzu­lesen - hat auch der aus Kronberg im Taunus stammende Landschaftsgärtner Andreas Triebel dabei. 20000 Euro seien inzwischen für das an der Homa Bay am Viktoriasee geplante Waisenhaus für Mädchen beisammen, für das der Verein im Oktober vergangenen Jahres ein 36 000 Quadratmeter großes Grundstück geschenkt bekommen habe. 15000 Euro fehlten noch. Triebel gab sich zuversicht­lich, vor allem, weil das Baobab Famili­en-Projekt jetzt auch in Deutschland im­mer mehr Freunde finde.

Melanie Poüinger

Spielzeugbörse bei Baobab Family

Aschaffenburg. Haufenweise altes Spielzeug liegt vor dem Stand der Baobab Family (Affenbrotbaum-Fa­milie) auf dem Afrika-Karibik-Fest­ival zum Tausch bereit. Die kleinen bunten Teüe - vom Überraschungs-ei-Inhalt bis zum Geschenk aus der Fastfood-Kette - warten darauf, von Kindern mitgenommen zu werden. Wer Lust hat, kann seine eigenen nicht mehr interessanten (kleinen) Spielsachen dort abgeben. Andreas Triebel, Vorsitzender des in Kenia tätigen Vereins Baobab Familiy, will mit der Tauschbörse nicht nur Spaß vermitteln, sondern auch nachdenk­lich machen über den Ex- und Hopp-Umgang mit Konsumgütern in Europa.        

 

Riddim Artikel- 03.07.2007



LANGER ATEM

BAOBAB FAMILY

Baobab Family & Friends"  heißt ein Sampler, der demnächst bei Benefizkonzerten und an Ständen der Organisation für kenianische Waisenkinder verkauft wird. Über die Baobab-Familie, die vor sieben Jahren in Mikindani, einem Vorort von Mombasa, ein Kinderhaus aufgebaut hat und vom kenianischen Staat als NGO (Nicht-Regierungsorganisation) anerkannt ist, war schon in RIDDIM 01/06 zu lesen. Von den Einnahmen der Compilation sollen nun ein zweites Kinderdorf für Mädchen in Homabay im Westen Kenias sowie ein HIV Prevention & Care Programm in Mikindani errichtet werden. Die Beiträge von u.a. Jahcoustix, Ganjaman & Uwe Banton, allen Root-down Artists, Mellow Mark, Culcha Candela, den Kenianern Nyota Ndogoi und Hassan sowie ein außergewöhnlicher Baobab Allstar-Track wurden für die gute Sache und aus Respekt vor dem Projektgründer Andreas Triebel kostenlos zur Verfügung gestellt. Der für Baobab stark engagierte Jahcoustix drückte seine Anerkennung für die Arbeit der Organisation in einem Tracks-Beitrag auf Arte  so aus: „Die Leute gerade in unserer Gesellschaft denken immer, hey, das ist Projekt X und das muss nächste Woche Früchte tragen. Wenn man humanitäre Hilfe leisten will, wenn man Menschen langsam in die Selbstständigkeit führen will, wie das in diesem Fall ist, das geht einfach nicht von heute auf morgen. Infos zur Baobab Family & Friends"  CD und Möglichkei­ten sich zu engagieren findet man unter www.baobab-family.org.

Florian Borns

Kronberger Bote - 21.06.2007



Zum ersten Mal war der Stadtjugendring Kronberg mit einem Open-Air-Kino im Opel-Zoo Kronberg. Auf dem Programm stand der Zeichentrickfilm „Madagascar". Vor dem Film bot sich den Besuchern im Rahmen einer Nachtführung die Gelegenheit den Opel-Zoo bei „Nacht" zu besichtigen. Die zirka 30 Personen erlebten den Opel-Zoo für eineinhalb Stun­den einmal ganz anders. Es konnten Tiere bewundert werden, die bei einem normalen Zoo­besuch nur schlafend angetroffen werden. Luchs und Stachelschwein begeisterten die Gruppe des Stadtjugendrings. Höhepunkt der Führung war jedoch der exklusive Besuch im Giraffenhaus. Vor dem Film konnte man sich noch über das Straßenkinderprojekt „Baobab Family" aus Kenia informieren. Andreas Triebel verteilte Prospekte und informierte über die Zustände in Kenia. Außerdem gab es Gelegenheit Gebasteltes aus Kenia zu erwerben. Das neue Kronberger Geschäft Zwalu in der Katharinenstraße war ebenfalls mit einem Stand vertreten und präsentierte Handgefertigtes aus Afrika. Bei Bratwurst und Bier sorg­te dann der Film ,,Madagascar" für ein schönes Ende des Tages

      

 

Radio Bonn/Rhein-Sieg präsentiert den VEREIN DER WOCHE!



11.12 - 17.12.06 Unser amtierender Verein der Woche ist die Baobab Family !

Die Mitglieder der Baobab Family setzen sich für Waisenkinder in Kenia ein. Sie haben dort bereits ein Waisenhaus aufgebaut - finanziert nur durch Spendengelder - und wollen nun ein ganzes Kinderdorf bauen. Dazu wird aber vor allem noch eine Sache benötigt: Geld. Viel Geld.

Um an das Geld zu kommen, organisiert der Verein viele Benefizkonzerte und verkauft kleine Dinge, die die Kinder im Waisenhaus selbst erstellen.

Das besondere an dem Verein: Alle arbeiten komplett ehrenamtlich. Egal ob Übersetzer der Briefe von den Kindern an die Paten in Deutschland oder Verwaltung. Die Mitglieder stehen so sehr hinter der Sache, dass sie durch die ehrenamtliche Arbeit einen großen Teil zum Erfolg beitragen. 96 % aller Einnahmen aus dem letzten Jahr sind so nach Kenia geflossen. Eine riesige Summe.

Mehr Infos zum Radio Bonn/Rhein-Sieg-Verein der Woche gibt es auf der Homepage.


24.08.2006 Wiesbadener Kurier - Rheinwiesenreggae



Vision von einem besseren Kenia

Vereinigung freischaffender Künstler setzt sich für Hilfsorganisation „Baobab Family" ein.


WIESBADEN Langsam, aber
kraftvoll: So wächst der Bao­bab-Baum in Afrika. Wiesba­dener Künstler unterstützen eine Hilfsorganisation glei­chen Namens, die sich in Ke­nia engagiert.

Von Christina Eickhorn

„Eigentlich liegen Spenden nicht in unseren finanziellen Möglichkeiten, aber es war uns wichtig, das Baobab Family Projekt zu unterstützen; wenn auch nur durch einen kleinen Betrag", sagt Ard Christian Bo-senius. Vor sieben Jahren grün­dete der heute 34-Jährige mit Mike Richter das jugendkultu­relle Projekt „surf-lounge" und meldete es vor drei Jahren un­ter dem Namen „Vereinigung freischaffender Künstler" als Verein an. Die beiden wollten die Wiesbadener Kulturland­schaft ergänzen, um so jungen Künstlern, DJs und MCs eine Plattform zu bieten. Damals organisierten Ard und Mike Techno- und Rockveranstal­tungen, dann haben sie sich auf Reggae spezialisiert.

Dieses Jahr stellten die 30 Mitglieder des Vereins zusam­men mit vielen ehrenamtlichen Helfern zum zweiten Mal das Festival „Rheinwiesenreggae" auf die Beine. Rund 2000 Besu­cherverbrachten Ende Juni ein Wochenende auf den Schier­steiner Rheinwiesen und lie­ßen sich von unterschiedlichen Stilen der jamaikanischen Mu­sikkultur begeistern. Da der Eintritt frei war und Essen und Getränke preiswert angeboten wurden, deckte der Gewinn des Events gerade die Ausga­ben ab. Trotz des geringen Er­löses war es dem Verein wich­tig, das „Baobab-Family-Pro-jekt" zu unterstützen und er spendete 500 Euro für das Hilfsprojekt in Afrika.

Das Projekt kümmert sich in Kenia um obdachlose Kinder und bemüht sich, ihnen ein Zuhause und eine Ausbildung zu geben. Ziel ist es, ihnen zu ermöglichen, selbstständig in der Gesellschaft bestehen zu können. Mittlerweile engagiert sich der Verein auch in der Hungerhilfe und leitet seit Anfang 2006 ein eigenes Aids-Aufklärungsprogramm. Mit ge­zielten Aktionen sollen die Menschen über die Krankheit aufgeklärt und ihnen Möglich­keiten des Schutzes aufgezeigt werden.

„Das Projekt passt gut zu un­serem Reggae-Programm, da sich die Musik mit Afrika und seiner Geschichte auseinan­dersetzt. Außerdem gefällt es uns, dass Mitarbeiter des Ver­eins vor Ort sind. Wir können sicher sein, dass unser Geld dort ankommt, wo es am drin­gendsten gebraucht wird", er­klärt Richter. Der „Baobab Fa­mily" ist die Transparenz des Spendenweges wichtig. Als Mitglied, Pate oder bei einer Spende über 100 Euro erhält man über das Internet Einsicht in die Buchhaltung des Vereins und kann detaillierte Informa­tionen abrufen.

Die „Baobab Family" macht unter anderem durch Infostän­de auf Märkten oder Festivals auf ihre Wohltätigkeitsarbeit aufmerksam. Auch bei Folk­lore im Garten wird das Pro­jekt, ebenso wie die „surf-lounge", vor Ort sein. Der Na­me des Projekts leitet sich übri­gens von dem afrikanischen Lebensbaum Baobab ab..Die­ser Baum wächst langsam, aber wurzelt fest und hat die Kraft, lange Trockenzeiten zu über­dauern. Die Vision des Projekts ist es, langfristig den Men­schen in Kenia helfen zu kön­nen. 

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Red Action - II. Bersenbrücker Reggae Jam



Neben den hervorragenden Künstlern, wie beispielsweise Nosliw, Luciano, Jahcoustix, Freddie Mc Gregor, Mellow Mark und vielen anderen, zog auch der Basar viele Besucher auf das Gelände. Von Lebensmitteln über Souvenirs bis hin zu Infoständen war das Angebot sehr reichhaltig.

So bekam zum Beispiel das „Baobab-Family-Project", ein Hilfsprojekt für Straßenkinder und obdachlose Frauen in Kenia, einen kostenlosen Standplatz vom Veranstalter Bernd Lage­mann zugesprochen und konnten so über ihr Projekt informieren. Durch den Verkauf von in Kenia gefertigten Dosenlampen und an­deren Recycling-Produkten sammelte das Team Geld, um die be­dürftigen Kinder in Afrika damit zu unterstützen.  

Trotz des teil­weise heftigen Regens ließen sich die Reggaefans nicht unterkriegen und feierten und tanzten Samstag und Sonntag zu der Live-Musik vor zwei Bühnen.  

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12.05.06 Musikmagazin Riddim



“People a suffer cause nuttin a gwaan“ Wie oft hört man solche Zeilen in Reggae Texten. Kein Reggae Sänger der nicht die sozialen Missstände und die Unterschiede zwischen Arm und Reich anprangert. Das Baobab Family Project ist eine der wenigen Initiativen, die versucht etwas dagegen zu tun und es ver­dient ausführlicher vorgestellt zu werden, zumal sich viele deutsche Künstler wie Patrice, Jahcoustix & Dubious Neighborhood, Headcornerstone, Jamaram, Dubplate 48 u.v.a. für das Projekt engagieren. Stellvertretend für alle, die das Projekt unterstützen, hat sich Nattyflo mit Andreas Triebel, dem Gründer der Baobab Family, unterhalten.   Text: Nattyflo

IN DEM KLEINEN DORF Mikindani. zehn Minuten von der keniani­schen Hafenstadt Mombasa entfernt, steht das Haus der Baobab Fa­mily. 1999 aus privaten Mitteln und mit Hilfe lokaler Handwerker er­baut, bietet es mittlerweile 24 Straßenkindern im Alter von 7-18 Jahren ein Zuhause. Drei kenianische Betreuer und ein deutscher Zivildienstleistender kümmern sich um die Kids, dener es ermöglicht wird zur Schule zu gehen und einen Abschluss zu machen. 2001 startete das Projekt offiziell als ein­getragener Verein, doch die Idee in Kenia etwas auf die Beine zu stellen, entwickelte sich schon einige Jahre früher. Andreas Triebel: „Während meiner Aufenthalte in Kenia sind mir immer schon die Straßenkinder auf­gefallen. Ich hab nie Geld gegeben, sondern sie zum Essen eingeladen. So habe ich ein Gefühl dafür bekommen, wie sie leben und es war schnell klar für mich, dass ich ein Projekt für die Kids auf der Straße initiieren wollte." Mit dem Bau des Hauses in Mikindani war der Grundstein gelegt, mit der Zeit entwickelten sich Kontakte zur lokalen Verwaltung und möglichen Be­treuern. Neben den bürokratischen Hürden stellte die Auswahl der Kinder eine schwierige Aufgabe dar. „Du siehst in Mombasa Babys auf der Straße liegen, aber man muss differenzieren, wer wirklich hilfsbedürftig ist oder nur in die Stadt kommt, um etwas hinzuzuverdienen. Mir werden viele Kin­der zugetragen, es werden alle möglichen Geschichten erzählt und dann stellt sich heraus, dass doch eine intakte Familie dahintersteht." Ziel des Projektes ist es, die Kinder in ihrer Eigenständigkeit zu fördern, da­mit sie, wenn sie volljährig sind, in der kenianischen Gesellschaft eine Per­spektive haben. „Morgens gehen sie in die Schule, danach machen sie Hausaufgaben. Sie lernen von unseren Betreuern, wie man sich selbst ver­sorgt, Essen kocht und Wäsche wäscht. Wir haben sogar ein Stück Land, wo wir ein bisschen Ackerbau in seiner ursprünglichsten Form betreiben", beschreibt Andreas den Alltag der Kids. Die Kinder lernen selbstständig mit Geld umzugehen, indem sie ein Budget
zur Verfügung gestellt bekommen, über das sie selbst entscheiden kön­nen. 15 Baobab-Kids gehen einmal wöchentlich zum Taek Won Do-Unter­richt, der zusammen mit anderen Kindern in Mikindani in der Social Hall stattfindet. Andere lernen mit dem Computer umzugehen. Seit einem Jahr verfügt das Haus über einen eigenen Internetanschluss. Mit Hilfe der Bao­bab-Website und einem internen Mitgliederbereich können die Aktivitäten und Investitionen von Deutschland aus mit den Betreuern vor Ort koordi­niert werden.

Was mich an diesem Projekt besonders fasziniert, ist der direkte Zugang und die Transparenz. Ich habe das Gefühl, dass hier das Geld wirklich da an­kommt, wo es hinsoll, statt in irgendwelchen Verwaltungsapparaten der großen Hilfsorganisationen zu versickern. Gerade weil das Projekt noch rela­tiv klein ist und eng mit Kenianern vor Ort zusammengearbeitet wird, bietet es eine große Perspektive. Ich denke, dass es Zeit wird, dass wir Reggae-Sänger nicht nur in unseren Texten Veränderungen einfordern, sondern auch mit Hilfe unserer Musik eine konkrete Änderung bewirken. Eine Info­broschüre über das Baooab Project macht mit einer kleinen Übersicht deut­lich, was konkret von den Spenden gekauft wird: 1 kg Maismehl kostet 30 Cent, 1 kg Reis kostet 50 Cent, eine Handwerkerstunde 35 Cent, ein Stück Wellblech 2,50 Euro etc. Jeder von uns kann einen Beitrag leisten, dafür muss man kein Artist sein. Egal ob Organisation, Grafik-Design, Web-Administrator oder Flyer-Verteiler, das Baobab Family Project freut sich über freiwillige Helferinnen und Helfer für die Benefiz-Konzerte und andere aktivitäten. In einigen Städten (München, Bremen, Tübingen, Berlin, Leipzig und Frankfurt) gibt es schon Gruppen, die vor Ort die Arbeit für das Kinderhaus in Mikindani organisieren. Reggae Music 

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16.04.2006 Fernsehbericht auf ARTE



Der Fernsehsender ARTE strahlte am 16.04. und 18.04.2006 jeweils einen 10 minütigen Bericht über das Baobab Family Project aus.

Den Bericht können Sie sich auf der Webeite von Tube ansehen. Klicken Sie einfach hier externer Link folgt>> Link zum Film  <<

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Februar.06 Prinz